Die Donau 3FM Presselegende: Wenn von vielen, die einen kennen, kaum einer hören will

31. März 2011

Um einen Radiosender hören zu können, muss man ihn kennen. Wenn man ihn dann kennt, könnte das ein Grund sein, ihn deswegen nicht zu hören. Das wissen auch Carlhein Gern und sein »Donau 3 FM«-Team. Denn zwei Mal im Jahr bescheinigt die Media-Analyse den Hörfunkstationen in einer Vielzahl von statistischen Größen deren Reichweite. Die durchschnittliche Stunde von Montag bis Freitag, von 6 bis 18 Uhr, ist hierbei bare Münze, denn sie entscheidet über die Verteilung bundesweiter Werbegelder. Hier hat es der Ulmer Sender »Donau 3 FM« auf einen fulminanten ersten Platz geschafft. Kein anderer Sender hat bundesweit mehr verloren: 31,36 % – von 27.000 runter auf 19.000 Hörer. Der Absturz scheint Geschäftsführer Gern zu beflügeln. Er schreibt in einer euphorischen Pressemitteilung: »Die Zahlen stellen Donau 3 FM ein hervorragendes Zeugnis aus.« Dabei beruft er sich allerdings fachmännisch auf den Wert des Bekanntheitsgrades: »Aktuell sagen mehr als 600.000 Menschen in Ulm und Umgebung, dass sie Donau 3 FM kennen.« Das sei so hoch wie noch nie. Programmleiter Kristof Wachsmuth: »Diese Zahlen beweisen, dass die Weichen richtig gestellt sind.« Gestellt mit welchem Ziel? Was ist das für ein Zeugnis: Wenn so viele Menschen wie nie zuvor den Sender kennen, ihn jedoch so wenige hören? Sind die Weichen zwar richtig gestellt, ist der Zug jedoch schon abgefahren? Vorsicht an der Bahnsteigkante!

 


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